Magic Kids - Memphis





Someone Still Loves You Boris Yeltsin - Let It Sway





Poison Arrows - Newfound Resolutions





Beehoover - Concrete Catalyst





Mona De Bo - Nekavejies Sis Ir Speles Ar Tevi





Reviews


Wheel - Wheel
Von Thorsten Frahling



Label: Eyes Like SNow
VÖ: 26.02.2010
Bandpage
Spielzeit: 53:40
Stil: Doom Metal

Was passiert, wenn sich zwei Musiker einer Power Metal Band mit einem Gitarristen einer Thrash Band zusammen tun? Erstmal nicht viel, weil keiner ein Drummer ist. Als man 2008 aber dann einen Drummer und einen zweiten Gitarristen gefunden hat, da ging es ab. Und zwar mit Doom Metal. Nicht die offensichtlichste Wahl, bedenkt man die musikalische Vorgeschichte der Gründer, aber keinesfalls eine schlechte Wahl und das erste, zwei Songa umfassende Demo von Wheel sorgte im deutschen Untergrund durchaus für einiges Aufsehen. So kam es dann auch, dass die Dortmunder Band einen Vertrag bei Eyes Like Snow Records an Land ziehen konnte. Leider verlor sie aber den zweiten Gitarristen. Macht aber nix. Wheel präsentieren auf dem selbstbetitelten Debüt eine Mischung aus traditionellem Doom a la Reverend Bizarre, an die ich schon beim ersten Song The Mills Of God erinnert werde, und einer eher epischen Ausrichtung. Nicht ganz unschuldig daran dürfte dann auch Sänger Arkadius sein, der zuvor auch wohl schon bei Avanitas gesungen haben muss. Der Mann legt teilweise eine Theatralik in den Gesang, die in Deutschlands Szene wohl ihres gleichen suchen dürfte. Allerdings, da müssen ich ehrlich sein, dürfte der Gesang auch der Knackpunkt sein. Arkadius kann zwar singen und bekommt auch gescheite Gesangsmelodien hin, aber hier und da kommt er leider auch an seine stimmlichen Grenzen. Ich persönlich lass mir von ja von so kleinen Schönheitsfehlern nicht nur den Spass nicht verderben, sondern find so was ja durchaus auch sympathisch, aber der eine oder andere mag da vielleicht mehr auf Perfektion geeicht sein. Aber spätestens Songs wie die vom Demo bekannten Lillith und Ethereal Sleep, sollten selbst diese Leute umstimmen, denn gerade diese beiden Songs sind richtige Doom Brecher. Aber auch ein Song wie Eyes Of The Hydra, der etwas psychedelischer daherkommt, vor allem in der Strophe, weiß zu gefallen. Leider kommen aber nicht alles Songs dran. To My Love Departed zum Beispiel ist so ein Song, der für mich nicht ganz auf der leichen Höhe ist, wie die eben erwähnten Songs oder auch Only God Knows, der mir natürlich wegen seine vitusesken Strophenriffs aber auch wegen seines epischen Parts und dem leicht psychedelischen Shuffle Einschlag hinten raus begeistern konnte. Und auch das fast 12 Minuten andauernde Entrance Of The White Light, dass bei dem Gig, dem ich beiwohnen durfte, live ein wenig anstrengend war, kommt auf Platte doch weitaus angenehmer rüber. Interessant ist auch, dass die Platte trotz der teils epischen Ausrichtung doch relativ trocken produziert ist.

7,5 von 10 Punkten



Tinnitus Bewertungsskala:
0-2 Müll! 3-4 Gerade noch hörbar 5-6 Mittelmaß 7-8 Gut 9 Spitze 10 Perfekt
 


Zurück